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Nachhaltiger Tourismus in Lappland: Wie sich Reisen im Norden verändert

Der Wandel des Tourismus in Lappland

Lappland fasziniert Reisende mit seiner unberührten Natur, endlosen Wäldern und dem einzigartigen Nordlicht. Doch der Tourismus in dieser Region hat sich in den letzten Jahren stark gewandelt. Während früher die Natur nur als Kulisse für Abenteuer diente, steht heute nachhaltiges Reisen im Fokus. Um die empfindliche Umwelt zu schützen und die Lebensweise der einheimischen Sami-Bevölkerung zu respektieren, setzen immer mehr Unternehmen und Reisende auf umweltfreundliche Alternativen.

Nachhaltiger Tourismus in Lappland bedeutet, die Natur und Kultur der Region zu bewahren, anstatt sie durch Massentourismus zu gefährden. Die Region Lappland erstreckt sich über Norwegen, Schweden und Finnland, wobei jede Region eigene Maßnahmen für umweltfreundliches Reisen entwickelt hat. Während Finnland mit nachhaltigen Lodges punktet, setzen schwedische Tourismusunternehmen auf energieeffiziente Hotels und Norwegen fördert klimafreundliche Mobilität.

Umweltfreundliche Unterkünfte: Vom Eishotel bis zur Öko-Lodge

Der klassische Massentourismus hat in Lappland ausgedient. Statt riesiger Hotelanlagen entstehen nachhaltige Unterkünfte, die sich in die Natur einfügen und einen möglichst geringen ökologischen Fußabdruck hinterlassen. Dabei reicht das Angebot von energieeffizienten Eishotels über umweltfreundliche Lodges bis hin zu autarken Hütten inmitten der Wildnis.

Nachhaltige Hotels und Lodges

  • Eishotels: Sie werden jedes Jahr aus gefrorenem Wasser neu erbaut und schmelzen im Frühjahr vollständig. Dadurch hinterlassen sie keine dauerhaften Spuren in der Umwelt.
  • Holzchalets mit erneuerbarer Energie: Viele Lodges setzen auf Solarenergie und nutzen nachhaltige Materialien, um ihren CO₂-Fußabdruck zu minimieren.
  • Autarke Hütten: Diese bieten ein naturnahes Erlebnis ohne Stromanschluss und fließendes Wasser, dafür aber eine intensive Verbindung zur Natur.
  • Glamping-Zelte: Eine umweltfreundliche Alternative zum herkömmlichen Hotelaufenthalt mit minimalem Eingriff in die Natur.

Durch diese nachhaltigen Unterkunftsoptionen erhalten Besucher eine authentische Erfahrung, ohne die Umwelt zu belasten. Einige Lodges bieten sogar geführte Workshops an, in denen Reisende mehr über den respektvollen Umgang mit der Natur lernen können.

Nachhaltige Fortbewegung: Von Hundeschlitten bis Elektro-Snowmobilen

Reisen in Lappland war lange Zeit von Schneemobilen geprägt, die mit fossilen Brennstoffen betrieben werden. Doch mittlerweile setzen immer mehr Anbieter auf nachhaltige Transportmöglichkeiten.

Alternative Fortbewegungsmittel in Lappland

Fortbewegungsmittel

Nachhaltigkeitspotential

Besondere Merkmale

Hundeschlitten

Sehr hoch Traditionelles Fortbewegungsmittel der Sami

Elektro-Snowmobile

Mittel bis hoch Emissionsfrei, jedoch abhängig von der Energiequelle

Ski- und Schneeschuhe

Sehr hoch Keine Umweltbelastung, ideal für Erkundungen

Langlauf

Sehr hoch Naturnahes Erlebnis, umweltfreundlich

Besonders Elektro-Snowmobile haben in den letzten Jahren große Fortschritte gemacht. Sie sind leiser als herkömmliche Modelle, reduzieren die Luftverschmutzung und ermöglichen ein umweltschonendes Erkunden der Winterlandschaft.

Die Bedeutung der Sami-Kultur für nachhaltigen Tourismus

Die indigene Bevölkerung Lapplands, die Sami, lebt seit Jahrhunderten im Einklang mit der Natur. Ihr Wissen über die Umwelt ist ein wertvoller Bestandteil eines nachhaltigen Tourismusmodells. Viele Reisende interessieren sich zunehmend für authentische Erlebnisse, bei denen sie die traditionelle Lebensweise kennenlernen können.

Einige Tourismusangebote beinhalten:

  • Besuche auf Rentierfarmen, bei denen die Bedeutung der Tiere für die Sami erklärt wird.
  • Workshops zum traditionellen Handwerk, bei denen Reisende lernen, Kleidung und Werkzeuge aus natürlichen Materialien herzustellen.
  • Geschichtenerzählen am Lagerfeuer, eine Tradition der Sami, die tiefe Einblicke in ihre Kultur gibt.
  • Nachhaltige Jagd- und Fischtechniken, die zeigen, wie die Sami seit Jahrhunderten ohne Übernutzung der Natur überleben.

Indem Reisende an diesen kulturellen Erlebnissen teilnehmen, unterstützen sie nicht nur die lokale Bevölkerung, sondern tragen auch zur Bewahrung der Sami-Traditionen bei.

Klimafreundliche Anreise: Weniger Emissionen, mehr Erlebnis

Die Anreise nach Lappland kann eine Herausforderung für umweltbewusste Reisende sein. Flugreisen haben einen hohen CO₂-Fußabdruck, dennoch gibt es Möglichkeiten, die Auswirkungen zu minimieren. Flüge nach Lappland werden zunehmend durch Kompensationsprogramme nachhaltiger gestaltet, bei denen Passagiere ihre Emissionen ausgleichen können.

Alternativ gibt es nachhaltigere Anreisemöglichkeiten:

  • Zugreisen durch Skandinavien: Mit der Inlandsbahn durch Schweden oder dem Nachtzug aus Helsinki kann die Region entspannt erreicht werden.
  • Langstreckenbusse mit klimafreundlichen Antrieben: Einige Unternehmen setzen auf Elektro- oder Biogasbusse.
  • Mietwagen mit Hybrid- oder Elektroantrieb: Für Reisende, die flexibel sein möchten, gibt es umweltfreundliche Alternativen.

Diese klimafreundlichen Anreisemethoden zeigen, dass es auch ohne Flug möglich ist, die einzigartige Natur Lapplands zu erleben und dabei die Umwelt zu schonen.

Finnland

Finnland

Nur minimal größer als Norwegen und nur ein Stück kleiner als sein direkter Nachbar Schweden komplettiert Finnland mit einer Größe von 338.144 Quadratkilometern als drittes Land die Skandinavische Halbinsel. Dessen Hauptstadt ist Helsinki, ganz im Süden des Landes am Finnischen Meerbusen als Teil der Ostsee gelegen. Finnland teilt sich in 5 Provinzen und die Aland Inseln auf, als einziges skandinavisches Land ist seine Staatsform eine reine Republik. 5,2 Millionen Einwohner ergeben eine Bevölkerungsdichte von 15 Einwohnern pro Quadratkilometer, ähnlich denen von seinen Nachbarn Schweden und Norwegen. Es wird als Amtssprache Finnisch gesprochen, in einigen Landesteilen im Norden wird jedoch auch schon die schwedische Sprache bevorzugt. Finnland ist das einzige skandinavische Land in dem der Euro als Währung eingeführt wurde.

Landschaft und Klima

Die Naturlandschaft des dünn besiedelten Finnlands besitzt am Bottnischen und am Finnischen Meerbusen als nördlichste Ausläufer der Ostsee einen stark zerklüfteten Küstentreifen, an den sich im Südwesten der Archipel der Alandinseln anschließt. Vor den Küsten Finnland liegen unzählige kleine Inselchen. Ein Zehntel des finnischen Festlandes ist von Seen bedeckt, die fast die Hälfte des Jahres zugefroren sind und große zusammenhängende System bilden. Weite Teile des Landes sind darüber hinaus von ausgedehnten Sumpfgebieten bedeckt, in den Torf gewonnen wird. Die gesamte Landschaft ist recht flach und wird erst im Mittleren Teil und im Osten Finnlands hügelig. Der höchste Punkt Finnlands ist der Berg Haltiantunturi mit einer Höhe von 1.328 Metern. Er liegt ganz im Norden des Landes im Ausläufer des Norwegischen Küstengebirges. Diese Region zählt bereits zur lappländischen Tundra. Finnland liegt zum größten Teil in der nördlichen Nadelwaldzone, die Schären und die Südwestküste gehören regional zum kontinentalen Eichengürtel. Das subpolare Kontinentalklima ist gekennzeichnet von warmen Sommern und kalten, sehr schneereichen Wintern. Die durchschnittlichen Temperaturen liegen je nach Jahreszeit im Sommer bei 17 Grad Celsius und im Winter bei etwa 6 Grad Celsius.

Tourismus und Kultur

Zahlreiche kulturelle Sehenswürdigkeiten findet man überwiegend in den Städten Helsinki, Turku und Tampere, alle im Süden des Landes gelegen. Als Zentren des finnischen Tourismus gelten die Alandinseln am Eingang des Bottnischen Meerbusens auf deren Schären und Inseln ein mildes und angenehmes Klima vorherrscht und die Finnische Seenplatte, wo viele Outdoor Fans unberührte Natur vorfinden.

In den letzten 5 Jahren haben immer mehr Menschen den Wunsch und auch die Absicht das sie, (gerade was die Arbeit und den Lebensstandart angeht) nach Finnland auswandern.